Langes Wochenende, 21. – 24. Juni

Pünktlich zum Wochenende liess die Woche Hochsommer 2013 mit über 30 Grad stark nach. Für das Segelwochenende mit Patrick waren dann an der Ostsee nur noch knapp über 15 Grad gemeldet. Frühlingshafte Temperaturen im Sommer, dafür mit gutem Segelwind.

Die Wetterprognose hatte erstaunlich gut getroffen, 4 Tage Süd-West bis Süd und Regenschauern im Halbstundentakt – Windfinder hat sie alle exakt vorherberechnet. Freitag und Samstag nutzen wir also den konstanten achterlichen Wind von 4-5 Beaufort für zwei Schläge über Sonderburg, Als Sund nach Dyvig und am nächsten Tag bis Assens. Vom Drumherum im Hafen haben wir wenig mitbekommen. Die ständigen Schauern hielten uns bei Multimedia Entertainment in der Kajüte gefangen.

Dann das ganze wieder retour mit 2 Tagen Wind gegenan in gleicher Stärke und relativ konstanter Schauerquote. In der Zwischenzeit hab ich festgestellt, dass mein gutes altes Ölzeug von Pro Rainer langsam den Geist aufgibt. Bei Platzregen bildeten sich feuchte Stellen auf der Schulter.

Mittsommer in Mommark

In Mommark, unserem Zwischenstop auf den Weg zurück nach Kappeln, war dann Mittsommer Party angesagt. Zwischen den Schauern spielte eine Marschkappelle, dann schnell das Feuer abgefackelt. Gegen 20 Uhr war der Zauber dann auch schon fast vorbei und die restlichen Dänen verschwanden im frisch renovierten Hafen Restaurant.

Atari mit dramatischem Himmel

Langes Wochenende, 8. – 11. Juni

Wichtige Termine hielten Melanie und mich davon ab, wie gewohnt schon Freitag Abend an die Ostsee aufzubrechen. So kam es, dass wir am Samstag erst gegen frühen Nachmittag in Kappeln ankamen. Der Einkauf lag schon im Auto in der Kühlbox, somit konnten wir schon bald nach der Ankunft ablegen.

Unser Ziel war Wendtorf. Die Windrichtung passte gut, nur die Stärke hätte ein bisschen mehr sein. Aber man will sich ja nicht beschweren. Immerhin war es sonnig und entspanntes Kaffeesegeln war angesagt. In Wendtorf bestaunten wir dann die architektonischen Stilblüten aus den 70ern in Form von Appartment Anlagen mit so illustren Namen wie Flying Dutchman oder Optimist.

Atari in Öl (wir waren es nicht, ehrlich!)

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag nach Fehmarn. Dummerweise hatte der Wind noch mehr nachgelassen und platt vorm Laken wären wir dann gar nicht mehr vorangekommen. Somit verlegten wir das Tagesziel spontan nach Bagenkop. Was dann Backstags Brise bedeutete. Die Planänderung verschonte uns leider nicht, hin und wieder doch den Motor anzuschmeissen. Vor allem weil eine alte Welle stand, die uns bei dem bisschen Wind ständig die Segel einfallen liess.

Bagenkop Strand

In Bagenkop genossen wir den schönen Sandstrand und kauften am nächsten Morgen noch Schollen für das Abendbrot. Unser Tagesziel war dann eigentlich Mommark. Nur, der Wind passte wieder nicht so recht.

Kein Lüftchen regt sich

Zu schwach und genau gegenan. Also erneute Planänderung Richtung Damp. Da passte zumindest die Richtung. Statt Segelwind gabs dann wirklich sommerliche Temperaturen, die einiges entschädigten.

Im Hafen waren dann unsere Schollen fällig und landeten in der Pfanne bzw.
auf dem Teller.

Die Flosse würde ein schönen Lampenschirm abgeben.

Zum Nachtisch liessen wir uns wieder am Strand nieder. Der zwar weniger naturbelassen ist als in Bagenkop, dafür den weicheren Sand vorweisen kann.

Damp Strand, mit Verpflegung.

Reh im Kurpark Damp. Hier wird dem Gast was geboten.

Die Rückfahrt nach Kappeln am nächsten Morgen war dann ein Katzensprung. Bei endlich richtig gutem halbem Wind. Schade, dass Schleimünde schon so nah war.