Langes Wochenende 13. – 15.9.

Jetzt wieder mal Flotille. Diesmal hatte die Verabredung zum gemeinsamen Segeln mit der Akinom (www.iw-31.de) geklappt. Insgesamt zu fünft ging es mit alten und neuen Bekannten bei vielversprechender Wettervorhersage aufs Wasser. Der Plan war Schlei – Dyvig – Söby – Schlei für die anstehenden drei Tage.

Akinom – Genacker ist am Start.

Am Freitag Morgen war dann erstmal sehr leichter Wind angesagt. Als kurz nach Schleimünde der Genacker stand funkte Ralf von der Akinom: Wir können 60 Grad anlegen, wie wärs mit Marstal anstatt Dyvig? Gesagt, getan. Geht doch nichts über situative Wendigkeit. Mit 2-3 Knoten Fahrt ging es also rüber nach Aerö. Die letzten 7-8 Meilen mussten wir dann aber doch noch den Motor anschmeissen, sonst hätten wir im Dunkeln grillen können.

Mike und Ralf – kurz vom Ablegen

Der nächste Morgen begrüsste uns mit Sonnenschein – aber schon mit deutlich herbstlichem Einschlag. Zumindest war jetzt guter Segelwind vorhanden.

Atari – Halbwind in der dänischen Südsee

Am Vorabend hatten wir uns auf Mommark als nächsten Hafen geeinigt. So ging es ein kurzes Stück bei südlichen Winden Richtung Rudköping bevor wir nach Norden abbogen. Kurs Nordspitze von Aerö.

Dort angekommen legte der Wind ein Schippchen zu und mit Rauschefahrt ging es quer rüber über den Kleinen Belt zur Insel Als.

Marcel – Pinne am Anschlag

Lars, Hannes, Ralf – Erholung von der “schweren” Überfahrt in Mommark

Kurz nach der Ankunft und zum Glück auch erst nach dem Anlegerschluck im Cockpit der Akinom regnete es sich dann ein. Machte aber nichts. Wir blieben bei lecker Essen und kühlen Getränken drin und vertreibten uns die Zeit mit Würfelspielen.

Der nächste Tag zurück in die Schlei verlief wieder bei schönstem Sonnenschein und gutem Segelwind aus westlicher Richtung. Kurz vor Schleimünde gab es dann einen Knall, die Genua flatterte. Die Schot war noch belegt. Ein Blick nach oben brachte die Erkenntnis: Der Segelkopf ist vom Fall abgerissen. OK, Botschaft vernommen, die Atari will wohl ins Winterlager.

Holzleisten Refit mit Glitzischwamm und Salzwasser

Wenn nur alles so einfach ginge. Schon lange nervten mich einige gammelig aussehenden Holzteile an Deck. Einer der Voreigner kam auf die glorreiche Idee die Holzleiste auf der Deckskante, Haltegriffe auf dem Kajütaufbau, Pinne etc. mit einem Klarlack zu streichen, obwohl diese Teile aus Teak waren. Erstens unnötig, zweitens mittlerweile ziemlich unschön.

Vorm Abziehen, Abbeizen oder Schleifen hab ich mich bisher erfolgreich gedrückt. Beim Frühjahrsputz fiel mir nun auf, dass der Lack anscheinend schon so spröde ist, dass man ihn nur sanft mit Glitzischwamm und Salzwasser abreiben muss um komplett blankes Holz zu erhalten. Während ein paar Stunden Motorfahrt im Sommer war das dann schnell erledigt. Das Ergebnis ist ein deutlich aufgewertetes Deck und ein zufriedener Skipper.