Kaltstart, 10. – 13. 5

Was macht man, wenn es im Mai nur ein Wochenende gibt, an dem man mit der Liebsten aufs Wasser kann, die Wettervorhersage aber mehr als bescheiden ist? Genau – trotzdem Segeln gehen.

Am Samstag gings also los, von Kappeln nach Marstal. War wenig los vor der kappelner Brücke und allgemein auf der Wasser “Autobahn” Kiel-Flensburg. Die anderen hatten wohl schon den Saisonstart an den ersten schönen Tagen diesen Frühjahrs genossen. Wind kam achterlich, ziemlich böig, aber kein Problem. Ging gut. Die dicken Schauern zogen auch immer schön um uns herum. Bisschen frisch ists schon, so ohne Sonne.

Pünktlich zum Anleger dann dicke Schauer mit fetter Böe seitlich. Trotzdem probieren, kann ja länger dauern so eine Schauer. Und vergeigt. Macht aber nichts, ist ja kaum jemand da, der es sieht. ;) Als die Festmacher fest sind, Schauer und Böe beendet. Spitzentiming.

Die Wettervorhersage für Sonntag sah dann Böen mit knapp 30 Knoten und durchgängig Regen vor. Selbst für den kurzen Schlag nach Aerosköping ein bisschen zu ungemütlich. Aber warten wir mal ab was kommt.

Bisschen Schwell im Hafen

Kam genau so. Nach einigen hin und her – Sollen wir? mal sehen.. oh da orgelt es wieder im Rigg – ging um 12 Uhr die Bierdose auf und das Thema hatte sich erledigt. Also mal was anderes. Seefahrtsmuseum in Marstal. Hatte ich noch nie besucht, weil wir sonst immer zu spät einlaufen. Fazit, das Museum lohnt sich. Man muss sich aber definitiv die besten Sachen erarbeiten. Am Anfang kommen endlos Ölbilder von Schiffen diverser Grösse. Da muss man durch, dann wirds interessant.

Am Nordkap von Aero

Statt nach Aerosköping gings am Montag dann nach Mommark. Wind war etwas weniger als am Tag zuvor. Also los. Durch die vielen Schauern gab es aber einige Winddreher, die den direkten Kurs verhinderten. Auf Kreuzen hatten wir keine grosse Lust, deshalb musste hin und wieder der Motor ran. War eher ein Abarbeiten der Strecke als gemütliches Segeln.

Kontraste in Mommark

Am Dienstag blieb der Wind stabil auf West. Etwas böig zwar, aber mit kleinen Reff gut zu segeln. Die kurze Distanz zurück zur Schlei verging dabei wie im Flug bei 6-7 Knoten Rauschefahrt. Bückendurchgang 14:45 Uhr.